23. Mai 2016

Arbeit

Die Arbeit, unser täglich Brot....
Ein Leben in der Leistungsgesellschaft, in der der Einzelne anhand seiner erledigten Aktionen bewertet wird und nicht nach seinem Charakter. Magst du das auch nicht?
Wird dir auch schwindelig bei der Vorstellung, dass du bis 70 arbeiten musst, um dann von ein paar Cent Rente zu leben, die du dann aufgrund diverser Gebrechen und fehlender Flexibilität nicht mehr nutzen kannst? Eine Freiheit, die man nicht leben kann.
Unser Arbeitssystem ist völlig falsch aufgebaut. Wir arbeiten auf Zeit anstatt auf Qualität oder Quantität. Wie oft sprach ich schon mit Angestellten, in denen mir gesagt wurde, sie sollen bloß langsam arbeiten, sonst würde der Chef die Erwartungen erhöhen.
Man wird ausgenutzt.

Ein anderes System wäre wesentlich sinnvoller und erfüllender für die Arbeitskräfte und genauso gewinnbringend für die Chefs wie das alte.
Wir werden nach Stück oder Aufgabe bezahlt und nach Qualität. Wer früher fertig ist, weil er schneller arbeitet, kann früher gehen. Das Mindestpensum muss jeden Tag erreicht werden. Was darüber hinaus noch gearbeitet wird, wird extra vergütet.
Menschen, die sich mehr Zeit lassen wollen, können das tun. Andere können schneller arbeiten.
Der Unternehmer macht den selben Gewinn in kürzerer Zeit, weil diese nicht mehr sinnlos verschwendet wird.

Und er wird davon profitieren, denn viele Menschen werden freiwillig immer mal wieder länger arbeiten, um mehr Geld mitnehmen zu können. Zudem werden sie glücklich sein.
Warum funktioniert die Umsetzung nicht?
Weil die Profitgier es nicht zulässig. Die Maßlosigkeit verlangt, immer und immer mehr zu produzieren und zu verdienen. 

Ein fiktiver Arbeitgeber würde nach einiger Zeit das Mindestpensum erhöhen, wenn er sieht, dass einige schon früh gehen, weil sie fertig sind. Und ganz schnell würden die Arbeitnehmer aus der Not wieder ein auf Zeit basierendes System verlangen.



© 23.5.2016 Aurelia Bin Weg